Beim Inline Alpin Weltcup-Wochenende im italienischen Monasterolo standen am vergangenen Wochenende Riesenslalom und Slalom auf dem Programm. Neben den Weltcuprennen gingen auch die Nachwuchsfahrerinnen und -fahrer an den Start.

Am Samstag wurde der Riesenslalom auf einer eher einfachen Strecke ausgetragen. Der Kurs verlief praktisch komplett gerade und wies über die gesamte Länge ein gleichmässiges Gefälle auf. Die Kurssetzung im ersten Lauf war entsprechend direkt und liess nur wenig Spielraum für Fehler.
Für das Schweizer Team verlief der erste Lauf allerdings nicht optimal. Vanessa Zieri aus Beckenried schied bereits im ersten Durchgang aus. Auch für Mael Börlin aus Bäretswil, einen der jüngsten Teilnehmer im Feld, reichte es nicht für die Qualifikation zum zweiten Lauf.
Damit blieben mit Mara Blättler aus Hergiswil und Stephan Kohler aus Dallenwil noch zwei Schweizer im Rennen. Blättler konnte sich im zweiten Durchgang nochmals verbessern und beendete den Riesenslalom auf Rang 24. Kohler klassierte sich auf Rang 30.
Deutliche Steigerung im Slalom
Am Sonntag folgte der Slalom – mit dem klaren Ziel, die Resultate vom Vortag zu verbessern. „Das können wir besser“, lautete die Devise des Teams.
Der erste Lauf gelang dann auch deutlich besser. Vanessa Zieri belegte Rang 24, Mara Blättler fuhr auf Rang 19 und Stephan Kohler klassierte sich erneut auf Rang 30. Pech hatte wiederum Mael Börlin: Als 41. verpasste er die Qualifikation für den zweiten Lauf nur um einen Rang.
Im zweiten Durchgang wartete dann ein äusserst anspruchsvoller Kurs. Der deutsche Bundestrainer setzte einen regelrechten „Hammer-Lauf“, der insbesondere bei den Herren für zahlreiche Ausfälle sorgte.
Stephan Kohler kämpfte bis ins Ziel. Kurz vor dem Ziel geriet er bei einem Tor in Schwierigkeiten und musste improvisieren, rettete sich jedoch ins Ziel und wurde mit einem starken 20. Rang belohnt.
Bei den Frauen erwischte es Vanessa Zieri. Nach einem guten Start schied sie im Mittelteil des Laufes leider aus. Damit lag die Hoffnung auf Mara Blättler. Die Hergiswilerin griff nochmals voll an und zeigte einen hervorragenden zweiten Lauf. Mit der zehntbesten Laufzeit des gesamten Feldes machte sie nochmals mehrere Plätze gut und schob sich auf den starken 13. Schlussrang vor.
Nachwuchs mit Doppelsieg
Auch der Nachwuchs sorgte für erfreuliche Resultate. Ramona Zieri aus Beckenried gewann an beiden Tagen das Nachwuchsrennen in der Kategorie Girls. Allerdings war das Teilnehmerfeld in ihrer Kategorie mit lediglich zwei Starterinnen sehr klein, da viele der älteren Nachwuchsfahrerinnen bereits im Weltcup im Einsatz standen.
Bei den jüngeren Fahrern zeigte Laurin Vuille dit Bille aus Aesch ZH im Riesenslalom zunächst eine starke Leistung und lag nach dem ersten Lauf auf Podestkurs. Im zweiten Durchgang konnte er diese Position jedoch nicht halten und fiel auf Rang 5 zurück. Im Slalom war ebenfalls mehr möglich: Nach einem guten ersten Lauf schied Laurin im zweiten Durchgang leider aus.
Nun folgen die Heimrennen
Nach dem Weltcup-Wochenende in Italien richtet sich der Blick bereits nach vorne. Am 12. und 13. September 2026 stehen mit den Rennen in Stans und Engelberg gleich zwei Heimrennen auf dem Programm.
Dort wollen die Schweizer Inline-Alpin-Athletinnen und -Athleten vor heimischem Publikum nochmals angreifen und für starke Resultate sorgen. Für einige der Athleten ist dies zugleich die letzte grosse Standortbestimmung, bevor Mitte Oktober der nächste Saisonhöhepunkt wartet: die World Roller Games 2026 in Paraguay.
Die Richtung stimmt – und vor heimischem Publikum soll nun nochmals kräftig angegriffen werden.
