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Überraschung durch Hennerkes

Beim Inline-Alpin-Weltcup in Gerlenhofen standen am Wochenende ein Riesenslalom und ein Slalom auf dem Programm. Parallel dazu trug der internationale Nachwuchs seine Rennen aus. Das Schweizer Team durfte dabei auf mehrere erfreuliche Resultate zurückblicken.

Der Riesenslalom vom Samstag hätte eigentlich die Paradedisziplin von Vanessa Zieri aus Beckenried sein sollen. Doch aufgrund von Rückenbeschwerden konnte die Nidwaldnerin ihr Potenzial nicht ausschöpfen. Trotz grossem Kampfgeist reichte es lediglich zum 34. Rang – ein Resultat, das nicht ihren Erwartungen entsprach.

Für die positive Überraschung sorgte stattdessen Merle Hennerkes aus Horw. Bei erst ihrem zweiten Weltcupeinsatz zeigte die junge Athletin zwei mutige und technisch saubere Läufe. Mit Rang 30 gewann sie erstmals einen Weltcup-Punkt – ein bedeutender Meilenstein in ihrer noch jungen Karriere.

Am besten mit der anspruchsvollen Strecke zurecht kam Mara Blättler aus Hergiswil. Mit zwei konstant starken Läufen belegte sie den ausgezeichneten 16. Rang und bestätigte ihre steigende Form.

Am Sonntag im Slalom legte Blättler nochmals einen Gang zu. Nach einem starken ersten Lauf gelang ihr im Finale eine eindrückliche Steigerung. Mit der elftschnellsten Laufzeit des zweiten Durchgangs fuhr sie auf den hervorragenden 13. Schlussrang und bestätigte damit ihre Rückkehr in die erweiterte Weltspitze.

Mehr zu kämpfen hatten Vanessa Zieri und Merle Hennerkes. Zieri klassierte sich auf Rang 21, Hennerkes wurde 33. Ramona Zieri verpasste an beiden Wettkampftagen die Qualifikation für den zweiten Lauf der besten 40 Fahrerinnen.

Einen gelungenen Einstand feierte auch Mael Börlin. Als jüngster Athlet des gesamten Weltcupfeldes schaffte er bei seinem ersten Weltcupeinsatz die Qualifikation für den zweiten Lauf. Bereits dieser Erfolg darf als wichtiger Schritt in seiner Entwicklung gewertet werden.

Nachwuchs sammelt wertvolle Erfolge

Parallel zum Weltcup gingen auch die internationalen Nachwuchsrennen über die Bühne. Dabei überzeugten die Schweizer Nachwuchstalente mit starken Leistungen.

In der Kategorie U8 dominierte Alina Scheuber aus Wolfenschiessen das Wochenende mit Siegen im Riesenslalom und Slalom. Besonders im Riesenslalom sorgte sie zusammen mit ihrer Schwester Lena Scheuber für einen Schweizer Doppelerfolg.

Bei den U12 gewann Laurin Vuille dit Bille aus Aesch den Riesenslalom und fuhr im Slalom auf den ausgezeichneten zweiten Platz. Ebenfalls erfreulich verlief das Wochenende für seine Schwester Luana Vuille dit Bille. Nachdem sie zu Beginn des Jahres viele der anspruchsvollen Parcours noch nicht bewältigen konnte, meisterte sie die Strecke in Gerlenhofen erstmals souverän und ohne Sturz. Die Rangierung spielte dabei nur eine untergeordnete Rolle – entscheidend war der sichtbare Fortschritt, der ihr Selbstvertrauen für die kommenden Rennen geben dürfte.

Positive Entwicklung im Schweizer Team

Das Weltcup-Wochenende stimmt die Schweizer Verantwortlichen optimistisch. Merle Hennerkes überraschte mit ihrem ersten Weltcup-Punkt und unterstrich ihr grosses Potenzial. Mara Blättler scheint nach ihrer verletzungsbedingten Pause wieder an die starken Leistungen der Saison 2025 anzuknüpfen und nähert sich Schritt für Schritt der Weltspitze.
Vanessa Zieri blieb aufgrund ihrer Rückenbeschwerden unter ihren Möglichkeiten. Gelingt es ihr, die Beschwerden bis zum nächsten Weltcup auszukurieren, darf durchaus wieder mit einer Platzierung nahe oder innerhalb der Top Ten gerechnet werden. Die Leistungen des Nachwuchses zeigen zudem, dass hinter den etablierten Athletinnen und Athleten bereits die nächste Generation heranwächst.

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